Die Bedenkzeit bezeichnet die Gesamtzeit, die einem Spieler im Schach für seine Züge zur Verfügung steht. Sie wird pro Partie festgelegt und kann je nach Turnierform stark variieren – von wenigen Minuten im Blitzschach bis zu mehreren Stunden im klassischen Turnierschach.
Man unterscheidet meist zwischen folgenden Bedenkzeitformaten:
| Format | Typische Dauer (pro Spieler) |
| Bullet | unter 3 Minuten (nicht offiziell definiert, aber im FIDE Handbook Teil B 11. definiert) |
| Blitz | bis einschließlich 10 Minuten (FIDE Handbook Teil E, Appendix B) |
| Schnellschach (Rapid) | zwischen >10 und <60 Minuten (FIDE Handbook Teil E, Appendix A) |
| Klassisch (Turnierschach) | 60 Minuten oder mehr |
Häufig kommt eine Inkrement- oder Bonuszeit hinzu, bei der pro Zug zusätzliche Sekunden gutgeschrieben werden (z. B. 90 Minuten + 30 Sekunden pro Zug). Dies dient zur Vermeidung von Partieverlust durch Zeitablauf in den Schlussphasen der Partie.
Die Bedenkzeit wird mit Hilfe der Schachuhr gemessen.
Abgrenzung zur Zeitkontrolle
Die Zeitkontrolle beschreibt die konkrete Regelung der Bedenkzeit im Turnier, also wie die Zeit organisiert ist.
Alle Schachturnierbegriffe findest du im Turnier-ABC .
