Die Schacholympiade ist der wichtigste Mannschaftswettbewerb im Schach. Anders als bei einer Weltmeisterschaft treten dort keine Einzelspieler, sondern Nationalmannschaften gegeneinander an. Gespielt wird an vier Brettern, zusätzlich gibt es Ersatzspieler. Organisiert wird die Schacholympiade vom Weltschachverband FIDE.
Obwohl Schach bis heute keine olympische Disziplin der klassischen Olympischen Spiele ist, besitzt der Sport mit der Schacholympiade gewissermaßen seine „eigene Olympiade“. Mehrere Versuche, Schach offiziell ins olympische Programm aufzunehmen, scheiterten bislang. Noch für die Olympischen Spiele 2024 in Paris wurde eine Aufnahme vom IOC abgelehnt.
Die erste offizielle Schacholympiade fand 1927 in London statt. Seit 1950 wird das Turnier in der Regel alle zwei Jahre ausgetragen. Neben dem offenen Wettbewerb gibt es seit 1957 auch eine Frauen-Schacholympiade. Seit 1976 werden beide Wettbewerbe gemeinsam veranstaltet.
Modus, Geschichte und Erfolge
Früher spielte jede Mannschaft gegen jede andere Mannschaft. Wegen der stark steigenden Teilnehmerzahlen wird heute im Schweizer System gespielt. Bei aktuellen Olympiaden nehmen oft weit über 150 Nationen teil.
Historisch wurde die Schacholympiade lange von der Sowjetunion dominiert. Zwischen 1952 und 2002 gewann die UdSSR beziehungsweise Russland insgesamt 24 Olympiasiege. Zu den erfolgreichsten Spielern der Olympiade-Geschichte zählen unter anderem Garri Kasparow, Michail Tal und Tigran Petrosjan.
Die größten Erfolge Deutschlands im offenen Wettbewerb waren der Olympiasieg 1939 in Buenos Aires sowie die Silbermedaille 2000 in Istanbul. Deutschland war zudem mehrfach Gastgeber der Schacholympiade, zuletzt 2008 in Dresden.

Mehr dazu: Schacholympiade – Wikipedia
Alle Schachturnierbegriffe findest du im Turnier-ABC .
