Schacholympiade 2026 auf einen Blick
Vom 15. bis 27. September 2026 wird Samarkand zum Mittelpunkt der Schachwelt. Bei der 46. Schacholympiade treten Nationalmannschaften aus aller Welt im offenen Turnier und im Frauenturnier gegeneinander an. Gespielt wird im Silk Road Samarkand International Exhibition Center.
Nach dem Teilnehmerrekord von Budapest 2024 erwartet die FIDE erneut mehrere Tausend Spieler, Trainer und Delegierte. Gastgeber Usbekistan gehört mit seiner jungen Spitzengeneration zu den Favoriten, während Indien beide Titel verteidigt.
Austragungsort: Samarkand, Usbekistan
Zeitraum: 15. bis 27. September 2026
Wettbewerbe: Offenes Turnier und Frauenturnier
Modus: Nationalmannschaften mit vier Brettern
Austragung: 11 Runden Schweizer System
Besonderheit: größter Mannschaftswettbewerb im internationalen Schach
Aktueller Ticker
Schacholympiade – Live!
In Runde 7 trifft Deutschland in der offenen Sektion auf die Türkei, u.a. mit Erdogmus und Gürel.
ChessBase-Statistikportal zur Schacholympiade
ChessBase hat ein eigenes Statistikportal mit Ergebnissen und Live-Partien zur Schacholympiade! Es gibt Spielerstatistiken, ein Archiv für vergangene Olympiaden, Live-Partien nach Mannschaften sortiert und Bestenlisten für die einzelnen Bretter.
Schacholympiade: Lara Schulze gewinnt für Deutschland
In Runde 6 konnte das Team um Vincent Keymer die Erfolgssträhne nicht mehr halten. Nach dem großartigen 2,5:1,5-Sieg gegen die USA verlor das Team in der offenen Sektion 3:1 gegen China.
Women’s Chess Olympiad 2026 Round 6: China and Kazakhstan lead with 12 points
China and Kazakhstan lead the Women's section of the 46th Chess Olympiad with 12 match points each, as the event passed the midpoint with six of 11 rounds played. China beat Poland 3.5-0.5, Kazakhstan defeated Azerbaijan 2.5-1.5, and India won 3-1 against the United States.
Chess Olympiad 2026 Round 6: Uzbekistan leads with 12 points
Team Uzbekistan leads the 46th FIDE Chess Olympiad in Samarkand with 12 points after six rounds. Uzbekistan is the only team with a perfect score, winning all six matches.
Schacholympiade: Deutschland schlägt die USA
Am Vortag musste man noch der Favoritenrolle gerecht werden und schaffte dies knapp mit einem 2,5:1,5 gegen Polen, in Runde 5 am Sonntag ging das Team um Vincent Keymer als Underdog gegen die USA ins Rennen.
Schach-Olympiade für Menschen mit Behinderung – Unser Tagebuch
Dr. Ana-Maria Valean begleitet das Team und berichtet hautnah.
Schacholympiade: Donchenko der Spieler der Stunde
In Runde 4 brachte Alexander Donchenko den entscheidenden Sieg für das Team Deutschland in der offenen Sektion. Deutschland spielte gegen Polen, u.a.
Silber für David-Andrei Valean bei der Para-Olympiade in Samarkand
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Originalmeldung lesen →Schacholympiade: Pähtz und Keymer bringen entscheidende Siege
Elisabeth Pähtz und Vincent Keymer sorgten in Runde 3 für die Teamsiege der deutschen Mannschaften. Pähtz besiegte Aliaksandra Tarasenka (Belarus) und Keymer besiegte Jakhongir Vakhidov (Usbekistan 2).
Olympiad for People with Disabilities, Day 6: Poland takes sole lead
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Bei einer Schacholympiade entscheidet nicht nur die Stärke am Spitzenbrett. Gefragt sind ein ausgeglichenes Team, gute Form und eine kluge Aufstellung über elf Runden. Im offenen Turnier gehören vor allem folgende Mannschaften zum Kreis der Medaillenkandidaten:
Indien – der Titelverteidiger
Indien reist als Olympiasieger von Budapest nach Samarkand. Angeführt von Weltmeister Gukesh und Praggnanandhaa verfügt das Team über mehrere junge Weltklassespieler und ist auch an den hinteren Brettern hervorragend besetzt. Indien gilt daher erneut als einer der großen Favoriten.
Usbekistan – die Gastgeber
Usbekistan gewann 2022 überraschend die Schacholympiade und holte 2024 Bronze. In Samarkand tritt die junge Mannschaft vor heimischem Publikum an. Mit WM-Herausforderer Javokhir Sindarov und Nodirbek Abdusattorov besitzt Usbekistan gleich mehrere Spieler aus der erweiterten Weltspitze.
USA – Erfahrung und große Breite
Die USA gehören seit Jahren zu den nominell stärksten Mannschaften. Selbst wenn einzelne Stars fehlen, kann das Land auf zahlreiche Großmeister der Weltklasse zurückgreifen. Die Amerikaner gewannen 2024 Silber und zählen auch in Samarkand zu den wichtigsten Konkurrenten Indiens und Usbekistans.
China – jederzeit gefährlich
China ist bei Mannschaftswettbewerben traditionell besonders stark. Das Team spielt meist sehr geschlossen und verfügt mit Spielern wie Wei Yi über internationale Spitzenklasse. Welche Rolle China in Samarkand spielen kann, hängt allerdings stark von der endgültigen Aufstellung ab.
Deutschland – Außenseiter mit Medaillenchance
Deutschland besitzt ein ausgeglichenes Team mit mehreren erfahrenen Großmeistern und Vincent Keymer als möglichem Spitzenbrett. Zum engsten Favoritenkreis gehört die Mannschaft voraussichtlich nicht. Bei guter Form und einem günstigen Turnierverlauf ist eine Platzierung weit vorne aber möglich.
Die Favoritinnen im Frauenwettbewerb
Auch im Frauenwettbewerb ist das Feld traditionell sehr ausgeglichen. Die endgültigen Chancen hängen stark davon ab, welche Spitzenspielerinnen tatsächlich für ihre Länder antreten. Zum engeren Kreis der Medaillenkandidatinnen gehören vor allem folgende Mannschaften:
Indien – die Titelverteidigerinnen
Indien gewann 2024 erstmals die Schacholympiade der Frauen. Das Land verfügt inzwischen über eine große Auswahl starker Spielerinnen und kann voraussichtlich erneut eine sehr ausgeglichene Mannschaft aufstellen. Als Titelverteidigerinnen gehören die Inderinnen auch in Samarkand zu den Favoritinnen.
Georgien – die Mannschaftsspezialistinnen
Georgien zählt seit Jahrzehnten zu den erfolgreichsten Nationen im Frauenschach. Das Team gewann bereits viermal Olympiade-Gold und landete 2024 erneut weit vorne. Die große Erfahrung bei Mannschaftswettbewerben macht Georgien unabhängig von der genauen Aufstellung zu einem Medaillenkandidaten.
China – abhängig von der Aufstellung
China besitzt mit Weltmeisterin Ju Wenjun, Lei Tingjie, Tan Zhongyi und weiteren Spitzenspielerinnen theoretisch die stärkste Auswahl. Bei der Olympiade 2024 fehlten allerdings mehrere der besten Chinesinnen. Tritt China in Bestbesetzung an, gehört die Mannschaft zu den großen Goldfavoritinnen.
Ukraine – stark und erfahren
Die Ukraine gewann 2022 die Schacholympiade der Frauen. Mit mehreren erfahrenen Großmeisterinnen besitzt das Land eine hohe Qualität an allen Brettern. Auch 2026 ist die Ukraine eine der Mannschaften, die im Kampf um die Medaillen zu beachten ist.
Kasachstan – die junge Konkurrenz
Kasachstan führte den Frauenwettbewerb 2024 kurz vor Schluss an und kämpfte bis zur letzten Runde um Gold. Die junge Mannschaft hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verbessert und gehört mittlerweile zum erweiterten Favoritenkreis.
Deutschland – Chancen auf eine Spitzenplatzierung
Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft verfügt über mehrere international erfahrene Spielerinnen. Für die Rolle der Topfavoritin dürfte es nominell nicht reichen, doch mit einer starken Aufstellung und einem guten Turnierverlauf ist eine Platzierung in der erweiterten Spitzengruppe möglich.
Teilnehmerfeld
Bei der Schacholympiade treten nahezu alle Schachnationen der Welt an. Die endgültige Zahl der Mannschaften für Samarkand steht noch nicht fest. Erwartet werden aber rund 200 Teams in der Offenen Sektion und etwa 180 Teams im Frauenwettbewerb. Bei der Rekordolympiade 2024 waren es 193 beziehungsweise 181 Mannschaften.
Neben den großen Favoriten gibt es traditionell mehrere Teams, die für eine Überraschung sorgen können. Durch das Schweizer System und die nur elf Runden können bereits wenige starke Mannschaftssiege den Weg weit nach vorne öffnen.
Austragungsort: Samarkand
Die Schacholympiade 2026 findet in Samarkand, einer der berühmtesten Städte entlang der historischen Seidenstraße, statt. Samarkand wurde bereits im 7. Jahrhundert v. Chr. gegründet und entwickelte sich besonders im 14. und 15. Jahrhundert unter den Timuriden zu einem bedeutenden Zentrum für Handel, Wissenschaft, Kunst und Architektur. Die historische Altstadt gehört als „Kreuzung der Kulturen“ zum UNESCO-Welterbe. Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten zählen der Registan-Platz, die Bibi-Chanum-Moschee, die Nekropole Schah-i-Sinda und das Gur-Emir-Mausoleum.
Gespielt wird im modernen Veranstaltungs- und Tourismuskomplex Silk Road Samarkand. Das dortige Kongresszentrum umfasst mehr als 28.000 Quadratmeter und ist für große internationale Kongresse, Ausstellungen und Veranstaltungen ausgestattet. Die Verbindung aus traditionsreicher Seidenstraßenstadt und moderner Infrastruktur macht Samarkand zu einer außergewöhnlichen Bühne für die größte Mannschaftsveranstaltung des Weltschachs.
Usbekistan ist zudem längst selbst eine bedeutende Schachnation. Das junge Nationalteam gewann 2022 die Schacholympiade und holte 2024 Bronze. Bei der Heimolympiade in Samarkand dürfte die Mannschaft deshalb nicht nur Gastgeber, sondern auch einer der großen Medaillenfavoriten sein.
Modus und Regeln
Die Schacholympiade wird in der Offenen Sektion und im Frauenwettbewerb über jeweils elf Runden im Schweizer System ausgetragen. Dadurch treffen nicht alle Mannschaften aufeinander: Teams mit einer ähnlichen Punktzahl werden im Turnierverlauf gegeneinander gepaart.
Jede Mannschaft besteht aus vier Stammspielern und einer Reserve. Pro Runde werden vier Partien gespielt. Ein Sieg am Brett bringt einen Punkt, ein Remis einen halben Punkt.
Für die Mannschaftswertung zählen jedoch zuerst die Matchpunkte:
- Sieg im Mannschaftskampf: 2 Matchpunkte
- Unentschieden: 1 Matchpunkt
- Niederlage: 0 Matchpunkte
Gewinnt ein Team beispielsweise mit 2,5:1,5, erhält es zwei Matchpunkte. Bei einem 2:2 bekommen beide Mannschaften einen Matchpunkt. Bei Gleichstand in der Tabelle entscheiden die festgelegten Feinwertungen.
Nach elf Runden gewinnt die Mannschaft mit den meisten Matchpunkten die Goldmedaille. Zusätzlich werden Medaillen für besonders erfolgreiche Spielerinnen und Spieler an den einzelnen Brettern vergeben.
Historie der Schacholympiade
Die erste offizielle Schacholympiade wurde 1927 in London ausgetragen. Bereits drei Jahre zuvor hatte es parallel zu den Olympischen Spielen in Paris ein internationales Mannschaftsturnier gegeben, das heute als inoffizielle Vorläuferveranstaltung gilt. Seit 1950 findet die Schacholympiade regelmäßig alle zwei Jahre statt.
Über Jahrzehnte prägte vor allem die Sowjetunion den Wettbewerb. Später gewannen unter anderem Russland, Armenien, die USA, China, Usbekistan und Indien den Titel. Der Frauenwettbewerb wurde erstmals 1957 ausgetragen und entwickelte sich ebenfalls zu einem der wichtigsten Mannschaftsturniere im internationalen Schach.
Die Sieger der Offenen Sektion erhalten traditionell den Hamilton-Russell Cup, der bereits bei der ersten Olympiade 1927 gestiftet wurde. Im Frauenwettbewerb wird um den Vera-Menchik-Cup gespielt, benannt nach der ersten Schachweltmeisterin.
Heute ist die Schacholympiade der größte internationale Mannschaftswettbewerb im Schach. Nahezu alle FIDE-Mitgliedsverbände können eigene Nationalteams entsenden. Nach Austragungen in Chennai 2022 und Budapest 2024 findet die 46. Ausgabe 2026 erstmals in Usbekistan statt.
Live-Übertragung der Schacholympiade
Die Partien der Schacholympiade 2026 werden voraussichtlich kostenlos im Internet übertragen. Bei einer Olympiade entstehen täglich Hunderte Partien gleichzeitig – Zuschauer können daher sowohl die Spitzenkämpfe als auch einzelne Teams und Spieler verfolgen.
Mit einer offiziellen Liveübertragung samt Bildern aus dem Spielsaal und Großmeister-Kommentaren ist vor allem auf dem YouTube-Kanal der FIDE zu rechnen. Bereits die Schacholympiade 2024 wurde dort an allen Spieltagen ausführlich begleitet.
Weitere Liveangebote sind voraussichtlich verfügbar bei:
- Chess.com und Chess24: Livebretter, englischsprachige Kommentierung und Analysen ausgewählter Spitzenkämpfe
- ChessBase: Übertragung der Partien, Livekommentare sowie tägliche Berichte und Analysen
- ChessBase India: umfangreiche Berichterstattung mit besonderem Blick auf die indischen Titelverteidiger
- Lichess: Livebretter und Analyse sämtlicher übertragener Partien
ChessBase bot bei der Olympiade 2024 beispielsweise alle Partien sowie eine tägliche Liveübertragung mit Expertenkommentaren an.
Ob es erneut eine durchgehende deutschsprachige Übertragung geben wird, ist noch offen. Denkbar sind Angebote von Chess24 Deutsch, ChessBase oder einzelnen deutschen Schachkanälen. Die bestätigten Kanäle, Beginnzeiten und direkten Links werden hier ergänzt, sobald sie feststehen.
