Nachbereitung eines Schachturniers (als Spieler)

Ein Schachturnier ist erst dann wirklich abgeschlossen, wenn du deine Partien ausgewertet hast. Die richtige Nachbereitung eines Schachturniers entscheidet oft mehr über deine Spielstärke als die Vorbereitung.

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📋 Die 6 wichtigsten Schritte

Wer seine Fehler erkennt, Muster versteht und gezielt trainiert, verbessert sich nachhaltig. Hier findest du eine strukturierte Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Turnier-Nachbereitung.

1️⃣ Partien sichern

Notationsformulare fotografieren oder Partien als PGN speichern.
Nicht aufschieben – Details vergisst man schnell.

2️⃣ Partien eingeben

In ChessBase, lichess oder einer eigenen Datenbank abspeichern.
Kommentare ergänzen, kritische Momente markieren.

3️⃣ Erst selbst analysieren

Ohne Engine!
Fragen:

  • Wo begann mein Plan zu kippen?
  • Wann entstand Zeitdruck?
  • Welche Stellung habe ich falsch eingeschätzt?

4️⃣ Dann mit Engine prüfen

Taktische Fehler identifizieren.
Aber nicht jeder kleine Bewertungsunterschied ist relevant – entscheidend sind Einsteller und strategische Fehlpläne.

5️⃣ Muster erkennen

Nach mehreren Partien:

  • Bekomme ich Zeitprobleme?
  • Zeige ich Schwächen im Endspiel?
  • Habe ich Probleme gegen bestimmte Strukturen?

Hier entsteht echter Trainingswert.

6️⃣ Konkrete Trainingsziele festlegen

Nicht: „Ich muss besser werden.“
Sondern: „3× pro Woche Turmendspiele trainieren.“


🧠 Mentale Nachbereitung

Reflektiere auch:

  • Konzentration
  • Energiehaushalt
  • Nervosität
  • Erwartungsdruck

Gerade bei langen Opens oft spielentscheidend.


❌ Häufige Fehler

  • Nur mit Engine analysieren
  • Keine Notizen machen
  • Keine Trainingsziele ableiten

🏆 Fazit

Die Nachbereitung ist der Schlüssel zur nächsten DWZ-Verbesserung.
Wer seine Partien systematisch auswertet, entwickelt sich konstant weiter.


Siehe auch: Vorbereitung auf ein Schachturnier

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