Deutsche Schach-Amateurmeisterschaft – DSAM
Die Deutsche Schach-Amateurmeisterschaft, kurz DSAM, ist eine bundesweite Turnierserie des Deutschen Schachbundes. Sie richtet sich an Vereinsspieler ebenso wie an vereinslose Schachfreunde und gehört zu den größten Amateurturnierserien Deutschlands.
Das Besondere: Gespielt wird in sieben nach Spielstärke eingeteilten Gruppen. Dadurch treffen die Teilnehmer überwiegend auf Gegner mit vergleichbarer Wertungszahl. Die Qualifikationsturniere sind kompakt, dauern nur fünf Runden und bieten zugleich die Möglichkeit, sich für das große DSAM-Finale zu qualifizieren.
Hier sind die Standorte und Termine der DSAM-Serie 2026/2027:

Aktuelle Meldungen zur DSAM
DSSAM: Lengfeld geht in die Vollen.
Wer den Slogan des Turniers leben will, der muss nur wenige Kilometer fahren: Nach Gadheim – wo seit dem Brexit der geografische Mittelpunkt der Europäischen Union ist. Dort blickt man zwar nur auf einen Acker – aber der Ort hat eine besondere Bedeutung und ist entsprechend mit einer Infostelle versehen.
DSAM-Finale endet mit Feueralarm und sieben neuen Gruppensiegern
Das DSAM-Finale in Dresden bildete den Abschluss einer Saison mit inzwischen mehr als 50.000 Teilnahmen. In der A-Gruppe gewann Tugrul Türel sämtliche fünf Partien. Für 2027 wird das Finale wieder unabhängig vom Deutschen Schachgipfel veranstaltet; der Austragungsort steht noch nicht fest.
DSAM erklärt: So funktioniert Deutschlands größtes Amateur-Schachturnier
Hier würde ich zunächst einen kurzen Absatz setzen:
Die DSAM wirkt auf den ersten Blick wie eine große, professionelle Turnierserie. Trotzdem ist sie ausdrücklich auch für Spieler geeignet, die noch wenig Turniererfahrung besitzen. Der Schachpanda erklärt in seinem Video, wie ein DSAM-Wochenende abläuft, wie die Gruppen eingeteilt werden und was Teilnehmer vor ihrer ersten Anmeldung wissen sollten.
Warum die DSAM so beliebt ist
Die DSAM verbindet den professionellen Rahmen eines großen Schachturniers mit einer vergleichsweise entspannten und familiären Atmosphäre. Viele Teilnehmer spielen regelmäßig mehrere Stationen und begegnen dort Jahr für Jahr bekannten Gesichtern.
Die Organisation übernimmt ein langjährig eingespieltes Team. Die Turniere laufen professionell ab, wirken dabei aber weniger anonym als viele große offene Turniere. An den meisten Austragungsorten spielen alle sieben Gruppen gemeinsam in einem großen Saal. Ausnahmen können sich durch die räumlichen Bedingungen eines Veranstaltungsortes ergeben.
Gerade für Einsteiger ist die DSAM deshalb ein guter Einstieg in das überregionale Turnierschach:
- Gegner mit ähnlicher Spielstärke
- nur fünf Runden
- überschaubarer Zeitaufwand
- klare Organisation
- Analyseangebot nach den Partien
- keine mehrtägige offene Konkurrenz mit enormen Wertungsunterschieden
Sieben Gruppen statt „Fahrstuhlturnier“
Die Teilnehmer werden entsprechend ihrer Turnierwertungszahl in die Gruppen A bis G eingeteilt. In der Saison 2025/26 galten folgende Grenzen:
| Gruppe | Turnierwertungszahl |
|---|---|
| A | 2101 bis 2350 |
| B | 1901 bis 2100 |
| C | 1751 bis 1900 |
| D | 1601 bis 1750 |
| E | 1451 bis 1600 |
| F | 1201 bis 1450 |
| G | bis 1200 |
Die Obergrenze liegt damit bei einer TWZ von 2350. Maßgeblich ist grundsätzlich die DWZ; bei einer höheren Elo kann unter bestimmten Voraussetzungen eine entsprechend höhere Gruppe gewählt werden. Die genauen Regeln ergeben sich aus der Ausschreibung der jeweiligen Saison.
Der Vorteil dieser Einteilung: Die DSAM ist kein klassisches offenes „Fahrstuhlturnier“, bei dem ein Amateur in einer Runde gegen einen deutlich stärkeren Titelträger und danach gegen einen wesentlich schwächeren Gegner spielen kann. Innerhalb der Gruppen liegen die Wertungszahlen vergleichsweise eng beieinander.
Kompakter Modus mit fünf Runden
Bei jedem Qualifikationsturnier werden fünf Runden nach Schweizer System gespielt:
- Freitag: zwei Runden
- Samstag: zwei Runden
- Sonntag: eine Runde und Siegerehrung
Die erste Runde beginnt üblicherweise am Freitagvormittag, die Siegerehrung findet am Sonntag gegen 14.30 Uhr statt. Wer am Donnerstag anreist, kann am Abend freiwillig am DSAM-Blitzturnier teilnehmen. Das Hauptturnier beginnt aber erst am Freitag.
Für viele Berufstätige ist das attraktiv: Bei normalem Wochenendrhythmus muss meist nur der Freitag freigenommen werden.
Die Bedenkzeit beträgt 90 Minuten für 40 Züge, anschließend 15 Minuten für den Rest der Partie. Vom ersten Zug an kommen pro Zug 30 Sekunden hinzu. Alle Gruppen werden sowohl DWZ- als auch Elo-ausgewertet.
Kosten und Unterkunft
Das Startgeld ist im Verhältnis zum organisatorischen Aufwand moderat. Deutlich stärker ins Gewicht fallen häufig Anreise und Übernachtung.
Viele DSAM-Stationen finden in größeren Turnier- oder Kongresshotels statt. Bei drei Übernachtungen können für ein Einzelzimmer schnell Gesamtkosten von ungefähr 300 bis 500 Euro entstehen. Das hängt jedoch stark vom Austragungsort, dem Buchungszeitpunkt und der gewählten Zimmerkategorie ab.
Die offiziellen Turnierhotels bieten meist besondere DSAM-Konditionen an. Eine Übernachtung im Veranstaltungshotel ist jedoch nicht zwingend vorgeschrieben. Häufig kommen auch infrage:
- Pensionen
- Ferienwohnungen
- andere Hotels in der Umgebung
- private Unterkünfte
- gemeinsame Buchungen mit Vereinskollegen
Manche Vereine bezuschussen Startgeld, Fahrt- oder Unterkunftskosten. Es lohnt sich daher, vor der Anmeldung beim eigenen Verein nachzufragen.
Die offizielle Ausschreibung nennt für die Saison 2025/26 je nach Ort Einzelzimmerpreise ab ungefähr 89 bis 130 Euro pro Nacht.
Kostenlose Partieanalyse
Ein besonderes Angebot der DSAM ist die kostenlose Partieanalyse. Nach einer beendeten Partie können Teilnehmer ihre Partie mit einem Großmeister, einer Großmeisterin oder einem Spitzentrainer besprechen.
Dabei geht es nicht nur um einzelne taktische Fehler. Die Analyse soll den Spielern auch zeigen, wie sie ihre Entscheidungen, Pläne und Zeiteinteilung verbessern können. Gerade für Einsteiger und Vereinsspieler ohne eigenen Trainer ist das ein erheblicher Mehrwert. Das Analyseangebot ist ausdrücklich Bestandteil der offiziellen Ausschreibung.
Qualifikation für das Finale
Bei jedem Qualifikationsturnier qualifizieren sich die Plätze eins bis sieben jeder Gruppe für das DSAM-Finale. Ist keine Frau unter den regulär Qualifizierten einer Gruppe, erhält die bestplatzierte Frau einen zusätzlichen Finalplatz.
Wer sich mehrfach qualifiziert, blockiert keine weiteren Plätze: In diesem Fall rückt aus dem zuerst maßgeblichen Qualifikationsturnier der nächste Spieler nach. Im Finale werden die Deutschen Schach-Amateurmeister und die Deutschen Schach-Amateurmeisterinnen der Gruppen A bis G ermittelt.
Saison und Anmeldung
Eine neue DSAM-Saison beginnt üblicherweise im Herbst und läuft über mehrere Qualifikationsturniere bis zum Finale im darauffolgenden Sommer.
Die Anmeldung, Teilnehmerlisten, Ergebnisse und aktuellen Ausschreibungen findest du auf:
