Als Turnierwertungszahl (TWZ) bezeichnet man die für ein konkretes Turnier maßgebliche Wertungszahl, die zur Organisation und Durchführung des Turniers herangezogen wird – insbesondere zur Erstellung der Startrangliste und als Grundlage für Paarungen im Schweizer System.
Die TWZ ist keine eigene dauerhafte Wertungszahl, sondern eine turnierspezifische Rechengröße. Sie wird vor Turnierbeginn festgelegt und bleibt für dieses Turnier unverändert.
Zweck und Anwendung
Die Turnierwertungszahl wird vor allem dann benötigt, wenn:
- nicht alle Teilnehmer über Wertungszahlen aus dem gleichen Wertungssystem verfügen,
- Spieler unterschiedliche Wertungszahlen besitzen (z. B. DWZ und Elo),
- oder Spieler aus verschiedenen Verbänden oder Ländern teilnehmen.
In Deutschland ist es üblich, bei Vorliegen mehrerer Wertungszahlen die jeweils höhere als Turnierwertungszahl anzusetzen. Dadurch soll eine möglichst realistische Einschätzung der Spielstärke erfolgen. Der Veranstalter kann allerdings auch andere Regelungen treffen.
Einbeziehung verschiedener Wertungssysteme
Neben DWZ und Elo können – je nach Ausschreibung – auch nationale Wertungszahlen anderer Länder oder Wertungszahlen anderer Verbände als Grundlage für die TWZ herangezogen werden.
Bedeutung im Turnierbetrieb
Die Turnierwertungszahl beeinflusst unter anderem:
- die Startnummern,
- die Gruppeneinteilung (z. B. A-, B-, C-Open),
- und die Paarungslogik in den ersten Runden.
Sie dient damit ausschließlich der fairen und praktikablen Turnierorganisation, nicht der langfristigen Leistungsbewertung.
Alle Schachturnierbegriffe findest du im Turnier-ABC .
