Doppelrunde

Zwei Partien an einem Tag

Eine Doppelrunde bezeichnet im Schachturnierbetrieb den Ablauf, bei dem an einem Kalendertag zwei vollständige Runden gespielt werden. Jede Runde besteht dabei aus einer eigenen Paarung und einer eigenständigen Partie.

Typische Merkmale

  • Es werden zwei Partien am selben Tag gespielt (z. B. vormittags und nachmittags).
  • Die Ergebnisse zählen jeweils vollwertig für die Turniertabelle.
  • Doppelrunden kommen vor allem bei mehrtägigen Turnieren mit engem Zeitplan zum Einsatz, etwa bei Wochenend-Opens oder Mannschaftsturnieren.

Zweck und Einordnung

  • Durch Doppelrunden lässt sich die Gesamtzahl der Turniertage verkürzen, ohne die Rundenzahl zu reduzieren.
  • Sie erhöhen jedoch die körperliche und mentale Belastung der Teilnehmer.
  • In Ausschreibungen sind Doppelrunden meist klar gekennzeichnet, da sie Einfluss auf Vorbereitung, Regeneration und Anreise haben.

Kurz gesagt:
Eine Doppelrunde ist ein Turniertag mit zwei gespielten Runden, der Zeit spart, aber hohe Konzentration erfordert.

In Europa sind Doppelrunden bei Turnieren üblicher als bei Turnieren in den USA.

Doppelrunde im Ligabetrieb

Im Ligabetrieb spricht man von einer Doppelrunde, wenn zwei Spieltage direkt hintereinander absolviert werden, wie z.B. in der Schachbundesliga üblich (ein Spieltag samstags, der nächste Spieltag direkt danach sonntags).

Abgrenzung: Doppelrundiges Turnier (engl: double round robin)

Ein doppelrundiges Turnier bezeichnet dagegen eine Turnierform, bei der in der Turnierart „Jeder gegen Jeden“ gespielt wird, wobei jeder Spieler – anders als beim einrundigen Turnier – zwei Mal gegen jeden anderen Spieler antritt.

Zur Übersicht:
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