Berserken

Spielen im Berserk-Modus

Berserken (von engl. berserk = Rasender, Wüterich) bezeichnet im Online-Schach das bewusste Spielen mit verkürzter eigener Bedenkzeit, um dafür einen sportlichen Vorteil in der Turnierwertung zu erhalten. Der Begriff ist vor allem aus Online-Arena-Turnieren bekannt, in denen es darauf ankommt, in möglichst kürzer Gesamtzeit möglichst viele Turnierpunkte zu erzielen.

Zu Beginn der Partie kann ein Spieler den Berserk-Modus aktivieren. Dadurch wird die eigene Startzeit halbiert; in Zeitmodi mit Inkrement entfällt dieses vollständig. Als Ausgleich wird ein Sieg mit einem zusätzlichen Turnierpunkt belohnt. Dieser Bonuspunkt wird jedoch nur vergeben, wenn der Spieler eine Mindestzuganzahl (z.B. sieben Züge) ausführt.

Berserken ist damit eine bewusste Risikoentscheidung: Weniger Zeit erhöht den Zeitdruck und die Fehleranfälligkeit, kann sich aber bei erfolgreichem Spiel direkt in der Turnierwertung auszahlen. Der Modus ist insbesondere im Lichess-Turnierbetrieb (z. B. Arena-Formate und Lichess-Bundesliga) fest geregelt und Bestandteil offizieller Regularien.

Kurz gesagt:
Berserken heißt, Bedenkzeit zu opfern, um dafür die Chance zu erhalten, zusätzliche Punkte zu gewinnen.

Alternative Begriffsbedeutungen

  • Berserk ist auch der Name einer leistungsstarken Open Source Schach-Engine von Jan Honnold (weitere Infos)
  • Berserkerschach ist auch die Bezeichnung für eine Variante, bei der Schachfiguren nur vorwärts, aber nicht seitlich oder rückwärts ziehen dürfen (mehr dazu)
  • Berserkerchess wird zudem für eine Schachvariante verwendet, bei der einer der beiden Springer zu einer Figur mit besonderen Eigenschaften (Berserker) wird (mehr Infos)
Zur Übersicht:
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