Anti-Cheating

Anti-Cheating bezeichnet im Schach alle Maßnahmen zur Verhinderung, Aufdeckung und Ahndung von unerlaubter Spielbeeinflussung. Dazu zählen insbesondere die Nutzung elektronischer Geräte oder externer Informationsquellen, aber auch andere Formen der Manipulation von Turnieren. Bereits der Versuch gilt als Verstoß.

Regelgrundlage (FIDE)

Die maßgeblichen Bestimmungen finden sich in den FIDE Laws of Chess, insbesondere in Artikel 11 (Verhalten der Spieler) und Artikel 12 (Rolle und Befugnisse des Schiedsrichters).
Dort ist geregelt, dass während der Partie keine Hilfsmittel oder elektronischen Geräte verwendet werden dürfen und dass der Schiedsrichter Kontrollen anordnen kann. Verstöße können – abhängig von Turnierordnung und Entscheidung des Schiedsrichters – bis zum Partieverlust führen.

Maßnahmen im Turnieralltag

Je nach Turnier können unterschiedliche Anti-Cheating-Maßnahmen gelten, etwa:

  • Abgabe oder sichere Verwahrung elektronischer Geräte
  • Trennung von Spiel- und Zuschauerbereichen
  • Kontrollen vor oder während der Runden
  • Einschränkung von Kommunikation im Turnierareal

Die Umsetzung solcher Maßnahmen ist für Veranstalter verpflichtend.

Regelungen des DSB

Der Deutsche Schachbund (DSB) hat eigene Strukturen zur Bekämpfung von Betrug am Brett (OTB) geschaffen, darunter einen Anti-Cheating-Arbeitskreis und einen Anti-Cheating-Officer.
Diese sind zuständig für Cheating-Fälle unterhalb der FIDE-Ebene. Online-Schachturniere fallen nicht in diesen Zuständigkeitsbereich.

Appell an Veranstalter und Spieler

Veranstalter sollten Anti-Cheating klar, transparent und organisatorisch sauber umsetzen und die geltenden Regeln vor Turnierbeginn kommunizieren.
Spieler sind angehalten, sich mit den Turnierbestimmungen vertraut zu machen und Kontrollen kooperativ zu akzeptieren. Nur so bleibt Schach als Turniersport fair, glaubwürdig und vergleichbar.

Vertiefende Quellen:

Zur Übersicht:
Alle Schachturnierbegriffe findest du im Turnier-ABC .
schachtermine.com