Als Nestorenwertung bezeichnet man im Schach eine Sonderwertung für ältere Teilnehmer eines Turniers. Der Begriff leitet sich vom „Nestor“ ab – einer Ehrenbezeichnung für eine besonders erfahrene, angesehene oder ältere Persönlichkeit. Ursprünglich geht der Begriff auf Nestor aus der griechischen Mythologie zurück, der als weiser und erfahrener Ratgeber galt.
Verwendung im Schach
Im Schach existieren sowohl eigenständige Nestorenturniere als auch Nestorenwertungen innerhalb normaler Open oder Seniorenturniere.
Bei einer Nestorenwertung spielen die älteren Teilnehmer ganz normal im Hauptturnier mit. Zusätzlich wird jedoch eine separate Rangliste für die sogenannten „Nestoren“ geführt. Der bestplatzierte Spieler dieser Altersgruppe erhält häufig einen Sonderpreis oder einen eigenen Titel wie „Nestoren-Sieger“.
Der Begriff „Nestor“ soll dabei weniger eine exakte Alterskategorie beschreiben als vielmehr Erfahrung, langjährige Zugehörigkeit zum Schach und besondere Verdienste würdigen.
Altersgrenze
Eine einheitliche Altersgrenze scheint es nicht zu geben. In manchen Ausschreibungen gelten Spieler ab 65 Jahren als Nestoren, in anderen liegt die Grenze höher.
Beim „4. Nestorenturnier 2026“ in Undeloh waren beispielsweise nur Spieler des Jahrgangs 1951 und älter zugelassen. Das entspricht einer Altersgrenze von etwa 75 Jahren. Gleichzeitig existieren auch Veranstaltungen mit der Bezeichnung „Ü65- und Nestorenturnier“. Dadurch wird deutlich, dass der Begriff im Schach nicht vollständig einheitlich verwendet wird.
Reine Nestorenturniere
Neben Sonderwertungen gibt es auch reine Nestorenturniere. Diese richten sich ausschließlich an ältere Spieler und werden häufig im klassischen Schweizer System ausgetragen.
Typisch sind dabei lange Bedenkzeiten und nur 1 Runde pro Tag.
Alle Schachturnierbegriffe findest du im Turnier-ABC .
