Kandidatenturnier

Kandidatenturnier

Das Kandidatenturnier ist im Schach Teil des Weltmeisterschaftszyklus. Der Sieger erhält das Recht, den amtierenden Weltmeister in einem Zweikampf um die Schachweltmeisterschaft herauszufordern.

Kandidatenturniere gibt es seit den 1950er-Jahren. Der Modus wurde im Laufe der Geschichte mehrfach verändert.

Entwicklung des Formats

Die ersten Kandidatenturniere wurden als Rundenturniere ausgetragen. Dabei spielten alle Teilnehmer mehrfach gegeneinander.

Nach dem Kandidatenturnier 1962 kritisierte Bobby Fischer angebliche Absprachen sowjetischer Spieler untereinander. In der Folge stellte die FIDE das Format ab 1965 auf Kandidatenwettkämpfe im K.-o.-System um.

Später wechselte das System mehrfach zwischen Rundenturnieren und K.-o.-Formaten. Seit 2013 werden die Kandidatenturniere wieder überwiegend als Rundenturniere gespielt.

Qualifikation

Die Qualifikationswege zum Kandidatenturnier wurden im Laufe der Jahre mehrfach verändert. Historisch erfolgte die Qualifikation häufig über Zonen- und Interzonenturniere.

Bedeutung

Das Kandidatenturnier gilt als eines der prestigeträchtigsten Turniere im Schach. Nur die besten Spieler der Welt qualifizieren sich dafür.

Bekannte Sieger waren unter anderem David Bronstein, Wassili Smyslow, Michail Tal, Bobby Fischer, Anatoli Karpow, Garri Kasparow, Magnus Carlsen, Fabiano Caruana und D. Gukesh.

Kandidatenturnier der Frauen

Auch bei der Frauen-Weltmeisterschaft gibt es Kandidatenturniere zur Ermittlung der Herausforderin der Weltmeisterin.

Die Formate wechselten dabei ebenfalls zwischen Rundenturnieren und K.-o.-Systemen. Seit einigen Jahren finden das offene Kandidatenturnier und das Kandidatenturnier der Frauen teilweise parallel statt.

Zur Übersicht:
Alle Schachturnierbegriffe findest du im Turnier-ABC .

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