Die Elo-Zahl ist die international anerkannte Wertungszahl zur Beschreibung der Spielstärke von Schachspielerinnen und Schachspielern. Sie ist nach ihrem Erfinder Arpad Elo benannt und wurde 1970 von der FIDE als offizielles Bewertungssystem eingeführt. Umgangssprachlich spricht man meist einfach von der „Elo“.
Bedeutung im Turnierbetrieb
Bei Schachturnieren spielt die Elo-Zahl eine zentrale Rolle:
- Einstufung der Spielstärke: Objektive Einordnung der Teilnehmenden nach Leistungsniveau.
- Turnierstruktur: Grundlage für Setzlisten, Gruppeneinteilungen (z. B. A-, B-, C-Turniere) oder Startnummern.
- Paarungen: Einfluss auf die Paarungslogik, insbesondere in den ersten Runden.
- Titel und Normen: Bestimmte Elo-Grenzen sind Voraussetzung für FIDE-Titel (z. B. FM, IM, GM), zusätzlich zu Normen.
- Leistungsvergleich: Nach Elo-gewerteten Turnieren ermöglicht die Anpassung der Elo-Zahl einen fortlaufenden Vergleich über Turniere hinweg.
Grundprinzip
Je höher die Elo-Zahl, desto stärker gilt ein Spieler. Aus der Differenz zweier Elo-Zahlen lässt sich ein Erwartungswert für das Partieergebnis ableiten. Weicht das tatsächliche Ergebnis davon ab, verändert sich die Elo-Zahl entsprechend.
Einordnung
Die Elo-Zahl ist kein Titel und keine Momentaufnahme, sondern ein statistischer Langzeitwert. Sie bildet die Spielstärke über viele Partien hinweg ab und ist eines der wichtigsten Orientierungssysteme im organisierten Schach.
Auswertung nach Turnierende
Nach Abschluss eines Elo-gewerteten Turniers werden die Partien zur Auswertung eingereicht. Auf Basis der Ergebnisse und der Elo-Zahlen der Gegner wird die Elo-Zahl jedes Teilnehmenden angepasst: Übererfüllung führt zu Elo-Gewinn, Untererfüllung zu Elo-Verlust.
Weitergehende Informationen: Elo-Zahl – Wikipedia
Alle Schachturnierbegriffe findest du im Turnier-ABC .
